Vintage-Adventskalender

Adventskalender Tanja

Auf der Kreativwelt in Frankfurt hab ich diesen Adventskalender von LaBlanche gesehen, ich hatte meiner Tochter, die seit Anfang des Jahres nicht mehr zu Hause wohnt, versprochen ihr einen “immerwährenden” Adventskalender zu machen und ich wusste sofort, der MUSS es sein! Ich hab ihn abfotografiert, aber natürlich nicht original nachgemacht, sondern noch einiges an “Fremdmaterial” (Stanzen, Stempel, Die-Cuts) zugefügt, um das Ganze etwas aufzulockern.

Jetzt erklär ich mal Schritt für Schritt, wie der Kalender entstanden ist. Zuerst hab ich die Schubladen alle mit Weiß grundiert und trocknen lassen.  Dann hab ich sie mit Motiven aus Servietten und passendem Decoupage-Papier von La Blanche beklebt (für die Schubladen, die mit Servietten beklebt sind, einfach Serviettenkleber auf die Schublade, etwas antrocknen lassen, damit die Serviette nicht reißt, und dann noch von innen nach außen Kleber auf die Serviette, damit sie versiegelt ist). Mit Decoupagepapier muss man anders vorgehen, weil es die Dicke von Geschenkpapier hat, am besten streicht man das Motiv hinten mit etwas Wasser ein, damit das Papier biegsamer wird, dann mit einem speziellen Decoupagekleber (mit Serviettenkleber funktioniert das nicht) und auf den Untergrund auch nochmal den Kleber, dabei immer von der Motiv-Mitte nach außen streichen. Zum Schluss versiegelt man die Schubladen mit einem speziellen Decoupagelack, am besten in mehreren (bis zu 3) Schichten.

Ein bisschen tüftelig waren die Griffmulden, mit Servietten ist das kein Problem, die klebt man einfach noch ein kleines Stück über die Schublade hinaus und schneidet das Überschüssige weg bzw. reißt es aus, aber das Decoupagepapier ist nicht so flexibel und schmiegt sich nicht so an den Untergrund, das ist etwas mühseliger.

Dann hab ich einige Schubladen mit verschiedenen Shabby-Chic-Farben gestrichen, mit Cotton White, Mystic Blue, Antique Blue und Sand, alle bei Faltkarten erhältlich. Ich hab einfach solange mit den verschiedenen Blautönen und Weiß experimentiert, bis der Farbton zu dem Blau auf den beklebten Schubladen passte. Das kann man nicht genau erklären, man muss es einfach ausprobieren; wenn einem die Farbe zu hell ist, einfach noch ein etwas dunkeres Blau auftupfen, ist die Farbe zu dunkel, dann noch etwas Hellblau oder Weiß drauf, irgendwann passt es dann schon 😉 . Ich mach das alles mit einem runden Malschwamm oder einem runden Blending Tool, knüll sie zusammen und tupf die Farbe nur mit einer kleinen Ecke auf, das ist schöner als so große Flächen. Wenn man die Farbe nicht ganz trocknen lässt, kann man auch eine zweite Farbe einfach von oben herunterziehen und dabei fest aufdrücken, dann hat man den gleichen Effekt wie mit Schmirgelpapier (gut zu sehen auf dem Detailfoto unten bei dem “White Christmas”-Kästchen oben Mitte). Na gut, dem Schwamm tut es nicht so gut, aber das ist dann halt so hihi.

Einige Kästchen hab ich mit Stanzteilen/Die-Cuts beklebt oder auch einmal bestempelt, das ist aber riskant, weil das Holz teilweise etwas rauh und der Abdruck dann eventuell nicht komplett ist. Ich hab nur das “Baby it´s cold outside” direkt gestempelt, das hat funktioniert, wenn nicht, hätte ich die Schublade einfach nochmal neu überstrichen – das ist ja das Tolle an Acrylfarbe, dass man sie mehrfach überstreichen kann -, und dann auf einem Stanzteil gestempelt wie bei einigen anderen. Und zum Stempeln unbedingt wasserfeste Stempelfarbe nehmen, sonst verwischt der Abdruck.

Die sandfarbenen Schubladen hab ich übrigens mit Stempelfarbe betupft, weil ich kein dunkles Braun aus der Shabby-Chic-Serie hatte, geht auch wunderbar.

Hm ja, wie mach ich jetzt weiter? Ach ja, jetzt kommt das Gehäuse noch dran, die Kästchen hab ich außenrum mit Hellblau betupft, für das Innere (das war mehr Arbeit als ich dachte) hab ich einen Pinsel genommen, mit einem Schwamm wäre man nicht in die Ecken gekommen. Also ehrlich gesagt hab ich ja erst überlegt, ob ich nur das was man sieht anstreich, aber das war mir dann doch peinlich; ich möchte mir nicht nachsagen lassen, dass ich zu faul war alles komplett zu streichen oder eventuell sogar einen schlechten Eindruck bei den Enkelkindern hinterlassen, falls der Kalender weitervererbt wird 😉 . Hier nochmal ein Foto vom Innenleben:
Adventskalender Inneres Ich arbeite bei Serviettentechnik immer mit Synthetik-Flachpinseln, das geht am besten.

Die Randflächen und die Rückseite hab ich “ganz wild” gestrichen (ich liebe das!), und zwar so: Weiß und die beiden Blautöne auf eine Palette und dann mit dem Schwamm immer in mehrere Farben gleichzeitig oder auch nur in zwei Farben, dann hat man dieses unregelmäßige Fleckenmuster. Und wie oben schon gesagt, auf die dunkleren Flächen einfach noch etwas helle Farben oder umgekehrt, bis man zufrieden ist, verkehrt machen kann man dabei gar nichts. Hier mal ein Detailfoto von der Rückseite (sieht ein bisschen aus wie Wolken oder 🙂 )?:
Adventskalender Rückseite

Und noch ein paar Detailfotos, Einzelheiten erkennt man ja nicht so gut auf dem Titelbild, der Kalender ist ja ganz schön groß.
AK DEtail 3AK DEtail 2
AK Detail 4

So jetzt die Materialliste, erstmal die Stempel:
– “Baby it´s cold outside” ist aus einem Set von Marianne Design
– der “White Christmas”Text ist ebenfalls von Marianne Design, leider erst in 4 Wochen wieder lieferbar
– “Let it snow” aus einem Studiolight-Stempelset.
Alle Stempel sind erhältlich bei der Kreativtheke.

Verwendete Stanzen:
von Kulricke: Winter Wonderland, Peace und die Schneeflocken-Stanzen, außer der Peace-Stanze gibt es diese Stanzen auch bei Faltkarten.
Die Noel-Stanze ist aus dem Set “Peaceful Wreath” von Stampin Up (aus Glitzerpapier sehen Wortstanzen immer besonders toll aus und lassen sich super ausstanzen).
Das Stanzteil unten rechts ist von Memory Box und schon älteren Datums, die Stern-Stanze ist eine Handstanze von Martha Stewart, die Briefmarken-Schablone von Spellbinders.
Die beiden Weihnachtssterne sind von Memory Box und gerade ausverkauft bei Faltkarten.

Die Die-Cuts auf den braunen Schubladen gehören zu den Winter Memories von Studiolight.

Von diesen Shabby-Chic-Farben werde ich mir wohl so nach und nach alle zulegen, die decken so gut und trocknen sehr schnell, es macht Spaß damit zu arbeiten 🙂 ! Und die Farbtöne sind sehr schön.

So und wenn ich jetzt irgendwas vergessen hab, so ist mir das grad egal, mir tut der Arm jetzt weh vom Schreiben. So einen langen Blogbeitrag hab ich schon lange nicht mehr geschrieben…

Ich wünsche allen meine Lesern eine schöne besinnliche Adventszeit, den Stress macht man sich ja meist selbst…

Advent, Advent – was tu ich in den Adventskalender?

Dieses Mal gibt es kein Werk zu sehen, sondern eine Liste mit Vorschlägen, was man alles in einen selbstgemachten Adventskalender tun kann, in meinem Fall ist es einer von LaBlanche aus Holz mit relativ großen Fächern, ich hab ihn mal verlinkt, damit ihr eine Vorstellung habt von der Größe. Ich hab meiner 23jährigen Tochter versprochen ihr einen Adventskalender “zum Weitervererben” zu machen, wenn sie ausgezogen ist, er ist fast fertig und hat einen Riesenspaß gemacht, aber auch viel Arbeit. Ich glaub nicht, dass sie meine Blogbeiträge liest, aber wer weiß, ich zeig ihn jedenfalls nicht vor Montag, am Sonntag bekommt sie ihn überreicht.

Die letzten zwei Wochen hab ich überall gesucht nach Füllmaterial, Schokolade fiel aus, weil meine Tochter eine Haselnuss-Allergie hat. Und siehe da, wenn man gezielt guckt, gibt es eine Menge Möglichkeiten, die für viele weibliche Menschlein passen, die mit einem selbstgemachten Adventskalender beschenkt werden sollen. Ich hab mir alles notiert und überlegt, das mit euch zu teilen und auch eventuell selbst nochmal nachgucken zu können im nächsten Jahr. Also los geht´s mit den “Zutaten”:

– kleine Gummibärchen-Tüten
– kleine Folienbeutel mit selbstgebackenen Plätzchen
– ausgedruckte und hübsch dekorierte Plätzchenrezepte
– ausgefallene Ausstech-Backförmchen
– Mini-Rezeptbüchlein
– Backaromen (z.B. Butter-Vanille-Aroma)
– Minipackungen Hustenbonbons (z.b. von DM)
– Mini-Tictacs

– Weihnachtstee-Beutel
– schöne Teelichter/LEDs
– kleine Kerzen
– schön verpackte extralange Streichhölzer

– weihnachtliche Dekoteile (kleine Kugeln, Fensterhänger)
– Dekoklammern/Clips zum Schließen von Tüten
– kleine Post-it- bzw. Notizblöcke
– Geschenkanhänger
– Minikärtchen mit Umschlägen für viele Gelegenheiten
– schöne Weihnachts-Briefmarken in kleinem Tütchen
– Washi Tapes
– schöne Stifte (Gold, Silber, Glitzer, Metallic, Gel-Stifte)
– Bögen mit Weihnachts-Stickern
– schöne Haarspangen/-bänder
– Kosmetik wie Lippenpflegestifte für kalte Wintertage, Glitzer-Nagellack für Silvester, kleine Parfümfläschchen, hübsch verpackte Badezusätze oder Seife, Handcreme
– Schmuck (Armbänder, Ringe, Ohrstecker, Ketten)

– Gutscheine für Buchhandlungen usw.

– Taschenwärmer
– Schlüsselanhänger

Für Mädchen, die gern basteln:
– Stanzer, Stempel, Perlchen.

Ich hoffe, es ist die eine oder andere Inspiration für euch dabei… Über Ergänzungsvorschläge würde ich mich sehr freuen, ich werde die Liste immer wieder ergänzen.